Inhalt
- Auf einen Blick
- Wer sollte eine Smartwatch unter 100 € kaufen?
- Welche Funktionen sind bei günstigen Smartwatches standardmäßig dabei?
- Wie lange hält eine günstige Uhrenbatterie?
- Wie genau sind die Sensoren von günstigen Uhren?
- Ist eine günstige GPS-Uhr gut genug zum Sport?
- Welche Apps und Einstellungen fehlen?
- Wie langlebig sind Displays und Armbänder von günstigen Uhren?
- Kannst du mit einer günstigen Smartwatch schwimmen?
- Wie lange bekommen günstige Smartwatches Updates?
- Ist eine generalüberholte Premium-Uhr der bessere Kauf?
- Häufig gestellte Fragen
Eine Smartwatch unter 100 € eignet sich für dich, wenn du Schrittzahlen, Schlaftrends, Benachrichtigungen am Handgelenk und lockeres Workout-Tracking willst.
Die meisten Modelle messen die Herzfrequenz und manchmal den Sauerstoffgehalt im Blut (SpO₂), aber keines ersetzt einen Arztbesuch; die Kalorienangaben sind besonders unzuverlässig.
Der Akku hält meist drei bis zehn Tage, je nach Funktionen und Nutzung.
Eingebautes GPS funktioniert für lockeren Sport gut, auch wenn es in der Stadt mal danebenliegen kann; günstigere Modelle nutzen stattdessen das GPS deines Handys.
Entscheide dich für einen einfachen Tracker für den Alltag, die Details unten erklären dir die Vor- und Nachteile.
Auf einen Blick
- Erwarte grundlegendes Tracking für Schritte, Aktivität, Schlaf, Herzfrequenz und manchmal Blutsauerstoff, keine medizinisch genaue Messung.
- Behandle Fitness-Werte als allgemeine Trends. Herzfrequenzmesser können bei intensiven Workouts hinterherhinken, und Kalorienschätzungen sind oft ungenau.
- Angaben zur Akkulaufzeit entsprechen selten der Realität. Rechne mit etwa 40–60 % der beworbenen Laufzeit, besonders bei häufigen Benachrichtigungen oder GPS-Nutzung.
- Die meisten Geräte zeigen Handy-Benachrichtigungen an und unterstützen eventuell Bluetooth-Anrufe, brauchen aber ein Smartphone in der Nähe, um verbunden zu bleiben.
- Unter 100 € sind die Funktionen meist fest vorgegeben und bieten wenig Spielraum zur Anpassung. Drittanbieter-Apps, Musik-Streaming, Zahlungsoptionen und herunterladbare Zifferblätter fehlen oft.
Wer sollte eine Smartwatch unter 100 € kaufen?

Wenn du neu im Bereich Fitness-Tracking bist oder hauptsächlich nützliche Benachrichtigungen am Handgelenk haben möchtest, kann eine Smartwatch unter 100 € völlig ausreichen. Eine günstige Smartwatch kann Schritte, Aktivität, Schlaf, Herzfrequenz und bei manchen Modellen auch die Sauerstoffsättigung im Blut aufzeichnen. Diese Werte helfen dir, persönliche Trends zu verfolgen, sind aber keine medizinisch genauen Messungen und können professionelle Beratung nicht ersetzen.
Die Fitbit Inspire 3 bietet eine zuverlässige Herzfrequenzmessung, selbst bei intensiven Intervalltrainings. Sie eignet sich für Einsteiger, die eine unkomplizierte Gesundheitsüberwachung möchten. Ihr Akku hält bis zu zehn Tage. Ein preiswertes Modell mit grundlegendem Aktivitäts-Tracking kann für den Alltag völlig ausreichen. Die meisten Modelle unterstützen Android und iOS. Wenn du hauptsächlich Anrufe, Nachrichten und App-Benachrichtigungen am Handgelenk brauchst, achte darauf, dass das Gerät mit deinem Handy kompatibel ist. Manche Uhren ermöglichen Anrufe über ein gekoppeltes Smartphone, wobei die Antwortmöglichkeiten unter iOS eingeschränkt sein können. Wähl eine Uhr unter 100 €, die zu den Funktionen passt, die du wirklich nutzt.
Welche Funktionen sind bei günstigen Smartwatches standardmäßig dabei?
Günstige Smartwatches bieten meist Herzfrequenz- und Schlaftracking. SpO₂-Werte zeigen eher Trends als medizinisch genaue Ergebnisse. Du bekommst normalerweise Handy-Benachrichtigungen und Musiksteuerung. Eingebautes GPS findest du häufiger im Bereich von 75–100 €, während günstigere Modelle stattdessen auf den Standort deines Handys zurückgreifen. Wenn du schwimmen willst, achte auf eine 5-ATM-Wasserdichtigkeit, denn IP68- oder IPX7-Zertifizierungen garantieren nicht, dass ein Gerät schwimmtauglich ist. Die Akkulaufzeit kann bei manchen Modellen bis zu 24 Tage erreichen, auch wenn die tatsächliche Laufzeit von der Nutzung abhängt. Die Verfügbarkeit von Apps und die Kompatibilität mit deinem Handy können je nach Modell variieren, also check das vorher (App-Kompatibilität).
Gesundheits- und Aktivitätsverfolgung
Unter 100 € decken die meisten Smartwatches die Grundlagen ab: kontinuierliche Herzfrequenzmessung, Blutsauerstoffwerte, Schlafschätzungen und Schrittzählung. Optische Sensoren am Handgelenk messen deinen Puls, zeigen dir Trainingsherzfrequenzzonen an und können dich warnen, wenn Werte bestimmte Grenzen überschreiten. Diese Zahlen eignen sich für allgemeine Fitness-Trends, nicht für medizinische Entscheidungen.
Blutsauerstoffmessungen dauern nur Sekunden, und manche Uhren messen sie sogar automatisch im Hintergrund. Schlafberichte teilen die Nacht manchmal in Tief-, Leicht- und REM-Phasen ein, wobei Nickerchen tagsüber oft nicht erkannt werden. Schrittzahl, Distanz, Kalorien, Tempo und Trainingsprofile gehören zur Standardausstattung; die Modelle reichen von 13 Modi bis über 100. Die Streckenmessung im Freien kann auf das GPS deines Handys zurückgreifen. Manche Budget-Modelle bieten bis zu 25 Tage beworbene Akkulaufzeit, auch wenn die tatsächliche Nutzung je nach Tracking-Einstellungen variiert. Die Motorola moto watch 40 bietet über 20 Sportmodi für verschiedene Workouts.
Stress- oder Zyklustracking unterscheidet sich je nach Uhr und App. Wenn du auf der Suche nach einer erschwinglichen, zuverlässigen Smartwatch bist, wäge die Tracking-Funktionen, die du brauchst, gegen die Grenzen jedes Sensors ab und entscheide dich dann für das günstigste Modell, das deine Grundbedürfnisse abdeckt.
Benachrichtigungen und Konnektivität
Neben den Gesundheitsfunktionen solltest du prüfen, wie jede Uhr die Verbindung hält. Die meisten günstigen Modelle koppeln sich per Bluetooth 4.0 mit deinem Handy, während einige höherwertige Optionen Bluetooth 5.0 oder 5.2 für bessere Reichweite und Effizienz nutzen. Ein in der Nähe befindliches, gekoppeltes Smartphone ist erforderlich; ein eigenständiger Mobilfunkdienst ist unüblich. Die Xiaomi Watch S1 unterstützt Bluetooth 5.2 und WLAN, ist für die meisten smarten Funktionen aber trotzdem auf ein gekoppeltes Handy angewiesen.
- Anrufe, Nachrichten und App-Benachrichtigungen (von WhatsApp, Instagram usw.) erscheinen auf der Uhr, oft mit Vibration.
- Begleit-Apps wie Gloryfit oder Mi Fitness kümmern sich um Kopplung, Einstellungen, Updates und Datenabgleich.
- Manche Modelle haben einen Lautsprecher und ein Mikrofon für kurze Bluetooth-Anrufe, auch wenn die Audioqualität nicht an ein Handy rankommt.
- Musiksteuerung, Wecker und Kamera-Auslöser sind gängige Funktionen; NFC-Zahlungen und Drittanbieter-Apps bleiben eingeschränkt.
Ein günstigeres Modell reicht für einfache Benachrichtigungen völlig aus. Entscheide dich nur dann für Bluetooth-Telefonie, wenn du sie in Reichweite deines Handys nutzen willst. Manche Modelle bieten IP67-Wasserschutz zum Schutz vor Spritzwasser und kurzzeitigem Eintauchen.
Wasserdichtigkeitsangaben
IP67 oder IP68 ist bei Smartwatches unter 100 € für den Alltag üblich. Beide decken normalerweise Regen, Schweiß und Händewaschen ab. IP67 schützt vor Staub und kurzzeitigem Untertauchen bis zu einem Meter für 30 Minuten. IP68 erlaubt tieferes oder längeres Untertauchen, wobei die genauen Grenzwerte je nach Hersteller variieren. Die 65-€-Motorola Moto Watch 40 nutzt IP67, während die 25–35 € teure Haylou Solar Lite IP68 bietet.
Diese Schutzklassen garantieren nicht, dass eine Uhr zum Schwimmen geeignet ist. Heiße Duschen, Saunen, Wassersport und kräftige Schwimmzüge können die Schutzgrenzen eines Geräts überschreiten. Seife, Chlor und Salzwasser können die Dichtungen mit der Zeit beschädigen. Die Wasserdichtigkeit kann mit der Zeit oder nach einem Sturz nachlassen, und daraus resultierende Schäden sind oft nicht durch die Garantie abgedeckt. Die IP68-Einstufung der Itel Smartwatch 2 ist für den alltäglichen Gebrauch gedacht, etwa bei Regen, Händewaschen und Schweiß, nicht für längeres Schwimmen (everyday protection). Die IP68-Einstufung der Haylou Solar Lite ist für den alltäglichen Gebrauch gedacht, nicht zum Schwimmen oder längeren Untertauchen (not for swimming).
Wer regelmäßig schwimmt, sollte auf eine 5-ATM-Einstufung achten, die bei Uhren unter 100 € selten ist. Schau immer ins Handbuch und nutze IP-zertifizierte Modelle für alltägliche Spritzer, nicht für dauerhaften Wasserkontakt.
Wie lange hält eine günstige Uhrenbatterie?
Die beworbene Akkulaufzeit erreicht 16 Tage bei der Redmi Watch 5 Active und 24 Tage bei der Redmi Watch 6, aber nur, wenn zusätzliche Funktionen ausgeschaltet sind. Im normalen Gebrauch sieht das anders aus: Du kannst bei der Watch 6 mit etwa 12 Tagen rechnen, bei stärkerer Beanspruchung sinkt das auf rund sieben Tage. GPS-Tracking und häufige Sensor-Checks saugen den Akku schneller leer.
Die Redmi Watch 5 Active hielt in Tests bei durchschnittlicher Nutzung bis zu 16 Tage durch.
In einem Test hielt die Redmi Watch 6 neun Tage durch und übertraf damit die Galaxy Watch Ultra, die es nur auf etwa drei Tage brachte.
Wenn du hauptsächlich Schritte zählen und Benachrichtigungen erhalten willst, hält eine einfachere Uhr wahrscheinlich länger zwischen den Ladevorgängen durch. Fortgeschrittene Funktionen sind zwar nützlich, bedeuten aber, dass du öfter aufladen musst.
Beworbene Akkulaufzeit
Akkuangaben sind ein Ausgangspunkt, kein Versprechen. Günstige Uhren werben oft mit fünf bis sieben Tagen bei aktiver Nutzung, während Standby-Werte 15 bis 25 Tage erreichen können. Standby bedeutet, dass die Uhr größtenteils im Ruhezustand ist, also ist das nicht mit täglichem Tragen vergleichbar. Prüf, welche Zahl für deinen Alltag wichtig ist, bevor du dich für ein Modell entscheidest.
- Fire-Boltt Rise wirbt mit sieben Tagen; die angegebene typische Nutzung liegt bei drei bis vier.
- GOBOULT Drift+ verspricht sieben Tage bei normaler Nutzung und bis zu 25 Tage im Standby.
- Doogee CS2 wirbt mit 15 Standby-Tagen, die typische Nutzung wird mit drei bis vier Tagen angegeben.
- TRAUSI Smart Watch verspricht fünf bis sieben aktive Tage und zwei bis drei Wochen im Standby.
Manche günstigen Modelle liefern in der Praxis nur drei bis vier Tage Akkulaufzeit bei Benachrichtigungen und Anrufen. Die Drift+ braucht etwa 2,5 Stunden, um komplett aufzuladen.
Diese Zahlen zeigen, warum die beworbenen Maximalwerte Kontext brauchen. Sieh sie als Schätzungen an und achte bei deiner Entscheidung, welche Uhr zu dir passt, auf die Angaben zur aktiven Nutzung.
Anwendung aus der Praxis
Die reale Nutzung liefert normalerweise nur 40–60 % der beworbenen Akkulaufzeit einer Smartwatch. Ein Modell, das für sieben bis vierzehn Tage ausgelegt ist, hält in der Praxis oft nur drei bis sieben Tage durch. Hersteller testen häufig mit gedimmtem Display, ausgeschaltetem GPS und inaktiven Sensoren, Bedingungen, die selten deinem Alltag entsprechen. Für eine realistischere Einschätzung solltest du die beworbene Akkulaufzeit um 40–60 % nach unten korrigieren.
Das Always-on-Display ist meist der größte Stromfresser und verbraucht 40–50 % der Kapazität. Wenn du es ausschaltest und stattdessen die Handgelenk-Geste zum Aufwecken nutzt, kannst du die Laufzeit deutlich verlängern. GPS-Workouts senken die beworbene Akkulaufzeit um 60–80 %, und dauerhaftes Herzfrequenz-Tracking sorgt für weitere 20–30 % Verbrauch pro Tag. Eine Uhr, die für zehn Tage angegeben ist, hält bei aktivem GPS mitunter nur acht bis zehn Stunden durch.
Auch Hintergrund-Apps, Musik-Streaming, Navigation, Bluetooth-Verbindungen und häufige Benachrichtigungen verkürzen die Laufzeit. Die Akkukapazität nimmt außerdem mit der Zeit natürlich ab, oft um 15–20 % nach zwei Jahren. Wenn du länger ohne Aufladen auskommen willst, greif zu einem Modell ohne Always-on-Display und beschränke deine GPS-Sessions. Die Xiaomi Watch S4 zum Beispiel wirbt mit bis zu zwei Wochen Akkulaufzeit, aber bei intensiver Nutzung im Alltag kann das auf etwa fünf Tage sinken.
Wie genau sind die Sensoren von günstigen Uhren?
Die Sensorgenauigkeit von Budget-Uhren variiert je nach Aktivitätstyp und Bewegungsmuster.
Im Ruhezustand können optische Herzfrequenzmessungen innerhalb von 1–2 Schlägen pro Minute im Vergleich zu EKG-Geräten liegen. Beim hochintensiven Intervalltraining können schnelle Pulsänderungen um bis zu 40 Schläge pro Minute verzögert oder unterschätzt werden. Behandle Trainingswerte als grobe Trends, nicht als exakte Trainingszonen. Wrist trackers eignen sich am besten dazu, Trends über die Zeit zu verfolgen, statt ein einzelnes Workout präzise zu steuern. Eine getestete Uhr hat Herzfrequenzspitzen bei intensiver Aktivität um bis zu 40 bpm unterschätzt.
- Stetiges Gehen liefert meist Schrittzahlen mit einer Genauigkeit von 5–10 %; langsames oder unregelmäßiges Gehen erhöht die Fehlerquote auf 10–20 %.
- Armbewegungen können falsche Schritte hinzufügen, während das Schieben eines Einkaufswagens echte Schritte verstecken kann.
- Kalorienangaben sind grobe Schätzungen. Studien berichten von medianen Fehlerraten zwischen 27 % und bis zu 93 %.
- Dunklerer Hautton, Tattoos, lockerer Sitz und Handgelenksbewegungen können die optischen Sensorwerte beeinträchtigen.
Wähle einen EKG-Brustgurt für präzise Trainingszonen. Für allgemeines Aktivitätstracking solltest du die Uhrdaten eher als Orientierung denn als medizinischen Rat betrachten.
Ist eine günstige GPS-Uhr gut genug zum Sport?

GPS-Uhren unter 100 € funktionieren meist gut für lockere Läufe und Wanderungen in offenen Parks oder auf ländlichen Wegen. Klarer Himmel hilft diesen Geräten, die grobe Streckenform mit ordentlicher Genauigkeit zu erfassen. Viele Modelle aus 2025 finden innerhalb von fünf bis zehn Sekunden eine Position. Manche, wie die Redmi Watch 6, nutzen duale L1-Antennen (eine Funktion, die den Empfang verbessert) und zeichnen Kurven genau nach. Günstigere Single-Band-Modelle können langsamer oder weniger zuverlässig sein. Das duale L1-GNSS der Redmi Watch 6 unterstützt GPS, Galileo, Glonass, BeiDou und QZSS.
Dichte Städte stellen eine größere Herausforderung dar. Gebäude können Signale blockieren oder zwischen Oberflächen reflektieren, was zu Abweichungen der Route oder Verlust des Satellitensignals führt. Intervalltraining kann Verzögerungen sichtbar machen, wenn du schnell die Richtung wechselst, und Distanzfehler können sich über längere Ausflüge summieren. Einsteiger-GPS hat oft keine Backup-Satellitensysteme, und ohne barometrischen Höhenmesser (ein Sensor, der die Höhe über den Luftdruck misst) werden Höhenangaben weniger zuverlässig. In Tests hat das GPS der Amazfit Active 2 gut abgeschnitten, auch wenn Straßenschluchten in der Stadt manchmal die Genauigkeit beeinträchtigt haben (gelegentliche GPS-Fehler).
Eine Budget-Uhr reicht für lockeres Training im Park. Greif lieber zu einer echten Sportuhr, wenn dir präzise Trainingsdaten wichtig sind.
Welche Apps und Einstellungen fehlen?
Diesen Redmi-Uhren fehlt ein App Store, du kannst also keine Drittanbieter-Apps wie Google Maps oder Spotify installieren. Die eingebauten Optionen sind begrenzt. Auch die Einstellungen bieten weniger Flexibilität als vollwertige Smartwatch-Plattformen. Die Uhr läuft mit HarmonyOS und hat keinen eingebauten Sprachassistenten (kein Sprachassistent). Sie kommt mit 28 vorinstallierten Apps und unterstützt Musiksteuerung sowie den direkten Download von Musik.
Das könnte für Nutzer passen, die hauptsächlich Benachrichtigungen, Fitness-Tracking und grundlegende Steuerungen brauchen. Wer auf viele Apps angewiesen ist, sollte sich lieber andere Geräte anschauen.
Keine Apps von Drittanbietern
Eine Smartwatch unter 100 € verzichtet meist komplett auf einen App Store. Du bekommst ein festes Toolkit, keinen Spielraum, um deine Favoriten hinzuzufügen. Diese Geräte laufen mit einfacheren Betriebssystemen, sodass du keine Apps aus Google Play oder Apples App Store installieren kannst, und Sideloading ist auch nicht möglich. Die App des Herstellers auf deinem Handy übernimmt stattdessen die Einrichtung und Updates.
Diese Einschränkung prägt die tägliche Nutzung:
- Strava, Runkeeper und Nike Run Club lassen sich nicht für das Workout-Tracking installieren.
- WhatsApp, Telegram und Signal zeigen Handy-Benachrichtigungen an, haben aber keine eigenen Watch-Apps.
- Spotify kann keine Musik direkt streamen oder speichern; die Steuerung leitet einfach Befehle an dein Handy weiter.
- Gmail, Karten und Kalender-Tools sind auf Handy-Benachrichtigungen oder Synchronisierung angewiesen statt eigenständig zu funktionieren.
Das eingebaute Paket deckt normalerweise Schritte, Herzfrequenz, Wecker, Timer und einfaches Wetter ab. Das reicht aus, wenn Benachrichtigungen und einfaches Tracking für dich im Vordergrund stehen. Wenn dir eigenständige Apps wichtig sind, wähle stattdessen eine Plattform mit App Store. Ähnlich wie bei der einfacheren App von Ikea Tradfri bieten diese Uhren ein festes Toolkit statt einer breiten Palette an Erweiterungen. Der LG 25BL56WY Monitor unterstützt eine empfohlene Auflösung von 1920 x 1200 bei 60 Hz.
Eingeschränkte Anpassungseinstellungen
Die Moto Watch 100 bietet nur sechs oder sieben feste Zifferblätter, ohne Downloads oder persönliche Fotos. Du kannst ein Zifferblatt auch nicht so anpassen, dass es bevorzugte Informationen anzeigt. Diese begrenzte Auswahl kann sich einschränkend anfühlen, wenn du gerne das Aussehen deiner Uhr änderst.
Die Einschränkungen gehen über das Aussehen hinaus. Trainingsdaten können nicht neu angeordnet werden, und die Menüs bieten keine Möglichkeit, Aktivitäten oder Einstellungen umzusortieren. Listen sind nicht alphabetisch geordnet, und das Scrollen kann sich langsam und ruckelig anfühlen. Der Doogee Anywise W1 Pro verfügt außerdem über keine automatische Helligkeitsanpassung, sodass du die Bildschirmhelligkeit selbst regeln musst. Die Moto Watch 100 hat keine Apps von Drittanbietern, was die Möglichkeiten zur Anpassung ihrer Funktionen weiter einschränkt.
Im Vergleich zu Uhren, die Hunderte von Zifferblättern anbieten, lassen diese Modelle kaum Raum für Personalisierung im Alltag. Wenn du hauptsächlich einfaches Tracking und Benachrichtigungen willst, ist das vielleicht okay. Wenn dir Anpassung wichtig ist, schau dir die Benutzeroberfläche und die Zifferblatt-Optionen an, bevor du kaufst.
Wie langlebig sind Displays und Armbänder von günstigen Uhren?
Display- und Armbandhaltbarkeit variieren stärker, als die niedrigen Preise vermuten lassen. Überprüfe die Materialien vor dem Kauf. Einsteiger-Displays verwenden oft Mineralglas oder gehärtetes Plastik statt Saphirglas, sodass Kratzer möglich sind. Labortests zeigen, dass die Redmi Watch 5 Active Kratzern bis Härtegrad 5 von 9 widersteht, die Amazfit Bip 6 erreicht Grad 6.
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Das Plastikgehäuse der Redmi Watch 5 Active kann bei Grad 3 Spuren zeigen, ihr Armband passt bei schmalen Handgelenken möglicherweise schlecht.
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Die Amazfit Bip 6 wiegt 28,4 Gramm und hat Verstelllöcher für einen festeren Sitz, ihr Gehäuse zerkratzt bei Grad 4.
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Die Redmi Watch 6 nutzt ein Aluminiumgehäuse und ein TPU-Armband mit Schnellverschluss-Stiftschnalle; grobe Handhabung kann trotzdem Spuren hinterlassen.
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Die Oukitel BT101 hat ein verstärktes Gehäuse, das angeblich Stürze auf Beton aus Hüfthöhe übersteht.
Für den täglichen Gebrauch solltest du auf einen bequemen Sitz achten und mit der Zeit etwas kosmetischen Verschleiß einplanen. Zahl nur extra, wenn dir stärkerer Schutz wichtig ist.
Kannst du mit einer günstigen Smartwatch schwimmen?
Eine günstige Smartwatch kann Schwimmbadeinheiten meistern, aber Wasserdichtigkeit allein garantiert kein Schwimm-Tracking. Eine 5-ATM-Einstufung bedeutet, dass das Gerät einem Druck standhält, der einer Wassertiefe von 50 Metern in stillem Wasser entspricht, was für flaches Schwimmen geeignet ist. Das macht eine Uhr aber noch nicht tauglich für Gerätetauchen oder schnelle Wassersportarten. Der ISO-22810-Standard testet statischen Druck, Bewegung im Wasser erzeugt Druckveränderungen, die sich von stillen Bedingungen unterscheiden.
Achte auf einen speziellen Schwimmmodus, bevor du dich für eine Uhr zum Tracking im Schwimmbad entscheidest. Die Amazfit Bip 6 kostet rund 69 Euro, bietet 5-ATM-Schutz und zeichnet Schwimmbad-Workouts auf. Die Redmi Watch 5 Active kostet unter 30 Euro, hat aber keinen Schwimmmodus, weshalb sie trotz gleicher Einstufung keine Schwimmwerte tracken kann. Die POCO Watch unterstützt sowohl Schwimmbad- als auch Freiwasserschwimmen, während die KOSPET TANK T2 für Schwimmen und Surfen gebaut ist. Wähl dein Gerät nach deiner Aktivität aus, nicht nur nach der Einstufung.
Wie lange bekommen günstige Smartwatches Updates?

Budget-Smartwatches unter 100 Euro bekommen normalerweise etwa zwei Jahre Software-Support, das variiert aber je nach Marke und Modell. Amazfit und Xiaomi garantieren meist mindestens zwei Jahre, hauptsächlich für Sicherheitsupdates und kleinere Funktionsanpassungen. Ein paar Hersteller verlängern den Support auf drei Jahre, aber die Zeitpläne sind nicht immer einheitlich.
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Schau dir vor dem Kauf den angegebenen Support-Zeitraum der Marke an, denn die Versprechen unterscheiden sich je nach Modell.
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Updates können kleine Funktionen hinzufügen, Fehler beheben oder Sicherheitslücken schließen.
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Nach Ende des Supports funktioniert das Gerät zwar weiterhin, aber es fehlen möglicherweise Patches und die Kompatibilität mit neueren Handys.
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Wähl ein Modell mit stärkerem Support, wenn du es mehrere Jahre behalten willst.
Premium-Uhren bekommen oft vier bis sechs Jahre lang Updates, deshalb sollten Budget-Käufer den niedrigeren Preis gegen den kürzeren Support abwägen. Schau regelmäßig nach Firmware-Updates und bleib bei einer vertrauenswürdigen Marke.
Ist eine generalüberholte Premium-Uhr der bessere Kauf?
Eine generalüberholte Premium-Uhr, mit einem Preis von 90 € bis 140 €, kann bessere Sensoren und eine bessere Verarbeitungsqualität bieten als ein neues Budget-Modell. Der Akkuzustand ist dabei wichtig. Eine generalüberholte Galaxy Watch 4 für 90 € bis 110 € kostet ungefähr genauso viel wie eine Amazfit GTS 4 Mini, hat aber eine stabilere Verarbeitung. Apple Watch Series 7 Geräte für etwa 130 € bieten EKG- und Blutsauerstoffmessung. Garmin Venu Sq Modelle eignen sich für Leute, die Multisport-Tracking brauchen, auch wenn sie doppelt so viel kosten wie eine einfache Xiaomi.
Premium-Modelle haben meistens eingebautes GPS und hellere AMOLED-Displays (ein Displaytyp mit schärferem Kontrast und besseren Farben). Günstigere Uhren greifen oft stattdessen auf das GPS vom Handy zurück. Check den Akkuzustand, bevor du kaufst: generalüberholte Geräte kommen manchmal nur mit 80 bis 85 Prozent Kapazität an, und ein Ersatzakku kann 50 € bis 80 € kosten. Kauf dir zertifizierte Geräte, check, dass alte Konten nicht mehr verknüpft sind, und vergleich die Garantiebedingungen. Für einfache Benachrichtigungen und Aktivitätstracking reicht eine neue Budget-Uhr völlig aus.
Häufig gestellte Fragen
Funktioniert eine günstige Smartwatch ohne Smartphone?
Ja, eingeschränkt: Ähnlich einem Notizbuch speichert die Uhr Schritte, Puls und Trainingsdaten offline. Für die Ersteinrichtung brauchst du bei vielen günstigen Modellen ein Smartphone. Ohne LTE oder ein bekanntes WLAN-Netz bleiben Kommunikation und Internetzugriff stark eingeschränkt.
Kannst du mit einer günstigen Smartwatch kontaktlos bezahlen?
Ja, kontaktloses Bezahlen geht mit manchen günstigen Smartwatches. Du brauchst dafür einen NFC-Chip und einen unterstützten Bezahldienst. Samsung- und ausgewählte Amazfit-Modelle bieten das, viele Xiaomi- und Huawei-Geräte aber nicht. Bevor du kaufst, check am besten, ob's mit deiner Bank kompatibel ist.
Lassen sich Armbänder bei günstigen Smartwatches austauschen?
Ja, bei den meisten günstigen Smartwatches kannst du die Armbänder austauschen. Standardisierte 20- oder 22-mm-Anschlüsse sowie Schnellverschlüsse (Quick-Release-Stege) erleichtern dir den Wechsel. Vor dem Kauf solltest du die Kompatibilität prüfen, da manche Hersteller eigene, herstellerspezifische Befestigungen verwenden. Passende Ersatzbänder bekommst du leicht.
Sind günstige Smartwatches mit Android und iPhone kompatibel?
Ja, manche günstigen Smartwatches funktionieren sowohl mit Android als auch mit iPhone. Der Funktionsumfang kann unter iOS jedoch deutlich eingeschränkt sein. Modelle von Garmin, Fitbit und Amazfit unterstützen beide Systeme. Vor dem Kauf solltest du die unterstützten Android-Versionen und iOS-Mindestanforderungen prüfen.
Kann eine günstige Smartwatch Anrufe direkt entgegennehmen?
Ja, manche günstigen Smartwatches können Anrufe direkt entgegennehmen. Voraussetzung sind ein eingebautes Mikrofon, ein Lautsprecher und aktivierte Bluetooth-Anrufe. Das gekoppelte Smartphone muss dabei meist in der Nähe bleiben. Sprachqualität und Akkulaufzeit können darunter leiden.
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