Inhalt
  1. Auf einen Blick
  2. Welche Wasserdichtigkeit brauchen Schwimmtracker?
  3. Wie unterscheiden sich 5 ATM, 10 ATM und IP68?
  4. Wähle einen Schwimmtracker für Pool oder Freiwasser
  5. Wisse, was Schwimmtracker nicht zuverlässig messen können
  6. Stell die Bahnlänge ein, bevor du schwimmst
  7. Wie zählen Schwimmtracker die Bahnen?
  8. Verbessere deine Bahnen mit kräftigen Abstößen
  9. Schlagzahl-, Distanz- und SWOLF-Werte lesen
  10. Wie genau ist die Herzfrequenzmessung am Handgelenk im Wasser?
  11. Hol dir bessere Herzfrequenzdaten beim Schwimmen
  12. Schütze deinen Schwimmtracker vor Salz und Hitze
  13. Erkenne, wann die Wasserbeständigkeit deines Trackers nachlassen könnte
  14. Häufig gestellte Fragen

Wähl fürs Schwimmen im Pool einen Tracker mit mindestens 5 ATM. Eine Bewertung von 10 ATM bietet zusätzlichen Schutz, während IP68 allein nicht bestätigt, dass er zum Schwimmen geeignet ist.

Stell die Poollänge ein, bevor du loslegst. Die Anzahl der Bahnen und die Distanz hängen davon ab, nicht vom GPS.

Tracker erkennen Wenden anhand der Handgelenksbewegung. Pausen, ein Wechsel des Schwimmstils oder ein lockeres Armband können deshalb zu Zählfehlern führen.

Wähl fürs Freiwasserschwimmen einen GPS-fähigen Tracker und verbinde ihn mit dem Signal, bevor du ins Wasser gehst.

Die folgenden Details erklären, worauf du achten solltest.

Auf einen Blick

  • Wähle für das Bahnenschwimmen einen Tracker mit einer Wasserdichtigkeit von mindestens 5 ATM. Eine IP68-Zertifizierung allein bedeutet nicht, dass er zum Schwimmen geeignet ist.
  • Stelle die Beckenlänge ein, bevor du loslegst. Die Distanz wird berechnet, indem die Anzahl der Bahnen mit der Beckenlänge multipliziert wird.
  • Tracker erkennen Schwimmzüge und Wenden mithilfe von Bewegungssensoren. Stoß dich kräftig ab, gleite kurz durchs Wasser und halte ein gleichmäßiges Tempo.
  • Pausen, Wechsel des Schwimmstils, Schwimmbretter, lockere Armbänder und nicht erkannte Wenden können die Bahnenzählung beeinflussen. Betrachte die Ergebnisse als Schätzwerte.
  • Spüle den Tracker nach dem Schwimmen mit klarem Wasser ab. Aktualisiere die Einstellung der Beckenlänge, wenn du in einem anderen Becken schwimmst.

Welche Wasserdichtigkeit brauchen Schwimmtracker?

Welche Wasserdichtigkeit brauchen Schwimmtracker?

Fürs Bahnenschwimmen solltest du einen Tracker wählen, dessen Hersteller eine Wasserdichtigkeit von mindestens 5 ATM angibt. Das ist ein praktischer Richtwert für Schwimmeinheiten im Pool, bei denen Armzüge und Wenden das Gerät stärkerem Druck aussetzen als bloße Spritzer. Schau in den Herstellerangaben nach; ohne ausdrückliche ATM-Angabe ist nicht bestätigt, dass sich das Gerät zum Schwimmen eignet. Ein Fitness-Tracker, der als wasserresistent beworben wird, ist möglicherweise nicht zum Schwimmen geeignet.

Tracker mit weniger als 5 ATM sind für regelmäßiges Schwimmen nicht zu empfehlen, unabhängig von Werbeversprechen. ATM-Angaben beruhen auf Tests unter statischem Wasserdruck, beim Schwimmen gibt es jedoch Bewegung und kurzzeitige Druckänderungen. Ein Tracker mit 5 ATM ist im Allgemeinen für das Bahnenschwimmen im Pool geeignet. IP68- und ATM-Angaben basieren auf unterschiedlichen Standards und lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen. Eine Angabe von 5 ATM bedeutet nicht, dass ein Tracker für Tauchgänge bis 50 Meter geeignet ist, denn sie bezieht sich auf den Druck unter Testbedingungen. Prüfdruck

Poolchemikalien können die Dichtungen mit der Zeit beschädigen. Spül das Gerät nach jedem Schwimmen mit klarem Wasser ab und halte dich an die Pflegehinweise. Prüfe vor dem Kauf die ATM-Angabe in den Herstellerangaben.

Wie unterscheiden sich 5 ATM, 10 ATM und IP68?

Wie sind diese Bewertungen beim Kauf eines Schwimm-Trackers zu vergleichen? Sie beschreiben unterschiedliche Tests, daher lässt sich IP68 nicht in ATM umrechnen. Halte dich beim Schwimmen an die Aktivitätsempfehlungen des Herstellers, statt dich allein auf eine Tiefenangabe zu verlassen. Eine Bewertung von 5 ATM ist das praktische Minimum fürs Bahnenschwimmen, aber sie basiert auf einem statischen Drucktest und garantiert nicht, dass das Gerät in jeder Tiefe sicher verwendet werden kann.

IP68 und ATM beruhen auf unterschiedlichen Tests. Informiere dich deshalb in den Empfehlungen des Herstellers, statt dich allein auf eine Bewertung zu verlassen.

  • 5 ATM: Getestet bei statischem Druck, der einer Tiefe von 50 Metern entspricht. Das Gerät kann sich für Bahnen- und Oberflächenschwimmen eignen, aber Sprünge können höhere Druckbelastungen erzeugen. Die Bewertung beruht auf einem Labortest mit einem neuen Gerät und garantiert nicht, dass es in jeder Situation sicher verwendet werden kann (statischer Testwert).

  • 10 ATM: Getestet bei statischem Druck, der einer Tiefe von 100 Metern entspricht. Das Gerät eignet sich in der Regel zum Schwimmen, für Sprünge am Beckenrand und zum Schnorcheln an der Oberfläche, aber nicht zum Tauchen mit Pressluft.

  • IP68: Staubdicht und unter vom Hersteller festgelegten Bedingungen auf Eintauchen getestet, häufig mindestens 30 Minuten lang in einem Meter Tiefe in ruhigem Wasser. Diese Bewertung bestätigt nicht, dass sich das Gerät zum Schwimmen eignet.

Hat ein Tracker beide Bewertungen, ist ATM der hilfreichere Anhaltspunkt für Wasseraktivitäten. Keine der beiden Bewertungen garantiert eine genaue Bahnenzählung. Schau ins Handbuch, spül den Tracker nach Kontakt mit Salzwasser ab und setz ihn keinem heißen Wasser aus.

Wähle einen Schwimmtracker für Pool oder Freiwasser

Wähle einen Schwimmtracker passend dazu, wo du schwimmst. Pool-Tracker nutzen Bewegungssensoren, um deine Bahnen zu zählen, während Open-Water-Modelle per GPS deine Route aufzeichnen.

Fürs Pooltraining kommt ein spezieller Tracker wie der 36 Gramm leichte Garmin Swim 2 infrage. Er zählt deine Bahnen mithilfe von Bewegungssensoren. Stelle vor dem Start die richtige Beckenlänge ein, 25 oder 50 Meter. Einige Modelle zeigen auch den SWOLF-Wert an. Er kombiniert die Anzahl deiner Züge mit deiner Zeit und gibt so Aufschluss über deine Schwimmeffizienz. Im Test lieferte die Garmin Vivoactive 6 umfangreiche Schwimmdaten, erkannte aber nicht, welche Schwimmart du geschwommen bist. Genaue Bahnzählungen hängen davon ab, dass du die richtige Beckenlänge einstellst.

Fürs Schwimmen im offenen Gewässer solltest du eine Uhr mit zuverlässigem GPS wählen, zum Beispiel die Polar Ignite 2, die GPS und GLONASS unterstützt. Warte auf ein Signal, bevor du ins Wasser gehst. GPS-Signale können nicht unter Wasser übertragen werden. Deshalb zeichnet die Uhr deine Route nur auf, wenn sie an der Wasseroberfläche ist. Einige Schwimmmodi von Smartwatches erfassen Zeit und Herzfrequenz, aber nicht die zurückgelegte Strecke.

Wenn du nur gelegentlich schwimmst, reicht vielleicht eine vielseitige Uhr. Für regelmäßiges Training solltest du einen Tracker mit den Funktionen wählen, die du am häufigsten nutzt.

Wisse, was Schwimmtracker nicht zuverlässig messen können

Wisse, was Schwimmtracker nicht zuverlässig messen können

Behandle die Daten deines Schwimm-Trackers als Schätzwerte, besonders wenn du den Schwimmstil oder das Tempo wechselst. In Tests der Hochschule Magdeburg-Stendal und des IAT Leipzig untersuchten Forschende 10 Wearables an 30 Schwimmern. Beim Wechsel des Schwimmstils versagte die Distanzmessung; in Extremfällen lagen die Fehler bei bis zu 100 Prozent. Nur standardisierte 400-Meter-Freistiltests lieferten brauchbare Ergebnisse.

  • Verschiedene Schwimmstile können Bewegungssensoren durcheinanderbringen, während Änderungen im Rhythmus fälschlich als Wenden erkannt werden können.

  • Pausen, unregelmäßige Armbewegungen, verpasste Abstoßbewegungen und volle Bahnen können dazu führen, dass Tracker Bahnen hinzufügen oder nicht mitzählen.

  • Im Freiwasser geht das GPS-Signal unter Wasser verloren. Auch Messungen der Herzfrequenz am Handgelenk können unzuverlässiger sein.

Zwei der getesteten Geräte verfehlten die gezählte Bahnenzahl um eine ganze Bahn. Ein gleichmäßiges Tempo und eine konstante Technik können die Messung verbessern, garantieren aber keine Genauigkeit. Für ein präzises Herzfrequenztraining eignet sich in der Regel ein Brustgurt besser. Vergleiche die aufgezeichneten Bahnen mit deiner Trainingseinheit und betrachte Routen- und Herzfrequenzdaten als Schätzwerte statt als exakte Messungen. Die Studie ergab, dass alle getesteten Geräte beim Schwimmen erhebliche Schwächen hatten, besonders wenn Schwimmer den Schwimmstil wechselten.

Beim Schwimmen im Freiwasser muss das Gerät regelmäßig an die Oberfläche kommen, damit es GPS-Empfang hat.

Stell die Bahnlänge ein, bevor du schwimmst

Stell den Tracker vor dem Schwimmen auf die tatsächliche Länge des Beckens ein. GPS ist in Innenräumen und unter Wasser oft unzuverlässig, deshalb verlassen sich die meisten Geräte auf diese Einstellung. Sieh dir die angegebenen Maße an oder frag beim Personal nach, wenn du dir nicht sicher bist. Manche Becken sind 20 oder 33,33 Meter lang statt einer Standardlänge.

Stell die Länge im Schwimm- oder Beckenschwimmmodus ein, bevor du dein Training startest. Viele Tracker sind standardmäßig auf 25 Meter eingestellt. Verwendest du diese Einstellung in einem 50-Meter-Becken, zeichnet das Gerät möglicherweise nur die Hälfte der Strecke auf. Prüfe auch die Einheit: 25 Yards entsprechen 22,86 Metern. Falsche Einstellungen können sich auf die Distanz, das Tempo, die Kalorienangabe und den SWOLF-Wert auswirken, der Schwimmgeschwindigkeit und Anzahl der Schwimmzüge miteinander vergleicht. Stell die Beckenlänge richtig ein, bevor du startest, denn die aufgezeichnete Distanz wird berechnet, indem die Anzahl der Bahnen mit der Beckenlänge multipliziert wird. Damit die Bahnen korrekt gezählt werden, stoß dich von der Wand ab und gleite nach jeder Wende.

Aktualisiere die Einstellung, wenn du das Becken wechselst, denn Tracker behalten möglicherweise die zuvor eingestellte Länge bei. Nimm die Änderung vor dem Eintauchen ins Wasser vor, wenn sich die Bedienelemente leichter nutzen lassen.

Wie zählen Schwimmtracker die Bahnen?

Schwimmtracker erkennen wiederholte Schwimmzüge und Bewegungsänderungen am Beckenrand mithilfe von Beschleunigungssensoren am Handgelenk. Ein kräftiger Abstoß und kurzes Gleiten helfen dabei, eine Wende zu bestätigen und eine Bahnlänge zu zählen. Gleichmäßige Schwimmzüge verbessern die Genauigkeit; wenn du mitten auf der Bahn anhältst oder plötzlich das Tempo änderst, kann es passieren, dass Bahnen nicht oder doppelt gezählt werden. Stell vor dem Start die richtige Beckenlänge ein, da sie sich auf die Berechnung von Distanz, Tempo, Zugfrequenz und SWOLF auswirkt. Die Beckenlänge kannst du im Schnellmenü vor dem Start einstellen.

Wandabstoß-Erkennung

Das Zählen der Bahnen beginnt damit, dass der Abstoß erkannt wird, nicht nur die Armzüge. Ein Schwimmtracker nutzt Bewegungssensoren, um Wenden vom normalen Schwimmen zu unterscheiden. Ein Beschleunigungssensor misst plötzliche Geschwindigkeitsänderungen, während ein Gyroskop Drehungen erfasst. Ein Magnetometer kann dabei helfen, Richtungsänderungen zu erkennen. Die Sensoren zeichnen normalerweise 25 bis 100 Messwerte pro Sekunde auf.

  • Beim Abstoß von der Beckenwand entsteht ein kurzer Beschleunigungsanstieg, oft auf über 2–3 g, gefolgt von einer Gleitphase.
  • Der Tracker erkennt, wenn die Armzüge aufhören, und achtet dann auf einen Abstoß und die anschließende Vorwärtsbewegung.
  • Eine Drehung kann auf eine Rollwende hindeuten. Berührungssensoren oder eine Richtungsänderung können eine offene Wende signalisieren.

Algorithmen filtern Sensorrauschen heraus und ordnen Bewegungen ein, um Wenden von Pausen zu unterscheiden. Die Position des Handgelenks und der Wasserdruck können die Messwerte beeinflussen. Wenn du Geräte vergleichst, solltest du prüfen, ob der Schwimmmodus aktiviert ist und die Wenderkennung mit deinem üblichen Schwimmstil funktioniert. Die Poolmate2 zählt Bahnen mithilfe eines Beschleunigungssensors, und kurze Wenden können ihre Genauigkeit beeinträchtigen. Die Fitbit Versa 2 ist bis 50 Meter wasserdicht und führt Schwimmen als unterstützte Sportart auf.

Genauigkeit beim Rundenzählen

Ein Abstoß von der Wand kann eine Wende markieren, aber für genaue Bahnenzahlen müssen auch die Schwimmstile erkannt werden und die Beckenlänge bekannt sein. Dreiachsige Beschleunigungssensoren messen wiederholte Bewegungen des Handgelenks, während die Software den Rhythmus der Schwimmzüge und Beschleunigungsspitzen bei Wenden analysiert. Lange Gleitphasen unter Wasser können die Erkennung unterbrechen, und lockere Armbänder oder Turbulenzen können zu Fehlern führen.

Stell vor dem Schwimmen die richtige Beckenlänge ein. Viele Tracker sind standardmäßig auf 25 Meter eingestellt. Passe die Einstellung also für ein 50-Meter-Becken oder ein Becken mit Längenangabe in Yards an. Manche Modelle schätzen die Beckenlänge anhand deiner ersten Schwimmzüge, aber Becken mit ungewöhnlicher Form lassen sich weiterhin schwer erfassen. Im Freiwassermodus ist die Bahnenzählung normalerweise deaktiviert, weil es keine feste Beckenlänge gibt.

Manche Schwimmstile erkennen Tracker zuverlässiger als andere, und reine Beinschlag-Sets werden möglicherweise nicht vollständig erfasst. Betrachte die Bahnenzahl als Schätzung. Wenn sie ungenau wirkt, überprüf die Einstellung für die Beckenlänge und den Sitz des Armbands.

Verbessere deine Bahnen mit kräftigen Abstößen

Stoß dich kräftig von der Wand ab und gleite zwei bis drei Sekunden lang geradeaus. So bekommt der Beschleunigungssensor deiner Uhr ein klares Signal, dass du eine Bahn beendet hast. Berühre die Wand, bevor du wendest, und halte deinen Körper während des Gleitens gestreckt. Nimm danach wieder einen gleichmäßigen Schwimmrhythmus auf.

Stoß dich kräftig ab, gleite zwei bis drei Sekunden geradeaus und nimm dann wieder einen gleichmäßigen Schwimmrhythmus auf.

  • Berühre die Wand, bevor du dich abstößt, egal, ob du eine Wende oder eine Rollwende machst.
  • Halte nicht mitten auf der Bahn an und richte deine Schwimmbrille nicht neu; plötzliche Pausen könnten als Wenden fehlinterpretiert werden.
  • Schwimme in gleichmäßigem Tempo, da abrupte Geschwindigkeitsänderungen die Bahnerkennung beeinträchtigen können.

Manche Uhren zählen sehr langsame Bahnen möglicherweise nicht, weil sie eine Mindestschwimmgeschwindigkeit voraussetzen. Wenn du kurz nach dem Abstoßen zu früh mit den Armzügen beginnst, kann das Wendensignal ebenfalls schwächer ausfallen. Für zuverlässigere Zählungen solltest du dich deutlich abstoßen, kurz gleiten und zwischen den Wenden gleichmäßig schwimmen. Ein fester Sitz sorgt dafür, dass die Uhr bei den Wenden stabil bleibt, und verbessert die Bahnerkennung.

Schlagzahl-, Distanz- und SWOLF-Werte lesen

Schlagzahl-, Distanz- und SWOLF-Werte lesen

Sobald deine Bahnen zuverlässig gezählt werden, kannst du anhand der Werte für Schwimmstil, Distanz und SWOLF jeden Schwimmvorgang auswerten. Die automatische Erkennung erfasst normalerweise Kraul-, Rücken-, Brust- und Schmetterlingsschwimmen. Schwimme jede Bahn in einem Stil, damit die Ergebnisse zuverlässig sind. Schwimmbretter und Stilwechsel mitten auf der Bahn können die Erkennung beeinträchtigen.

Die Distanz wird anhand der absolvierten Bahnen berechnet. Bei jeder erkannten Wende wird die eingestellte Beckenlänge hinzugezählt. Achte darauf, dass die Einstellung zu deinem Becken passt, üblich sind 25 oder 50 Meter. Benutzerdefinierte Längen musst du manuell eingeben, denn selbst kleine Abweichungen wirken sich auf Distanz und Tempo aus. Im Freiwasser wird die Distanz per GPS gemessen. Die Beckenlänge beeinflusst auch die Berechnung der Zugfrequenz und des SWOLF-Werts.

Der SWOLF-Wert kombiniert die Zeit in Sekunden für eine Bahn mit der Anzahl deiner Schwimmzüge. Bei 30 Sekunden und 10 Schwimmzügen ergibt sich zum Beispiel ein Wert von 40. Ein niedrigerer Wert deutet für dich auf eine höhere Effizienz hin, aber die Werte lassen sich nicht direkt zwischen Schwimmern vergleichen. Werte deine Zugzahlen und deinen Rhythmus über sechs bis zwölf Bahnen ohne Unterbrechung aus, um konsistentere Ergebnisse zu erhalten. Der SWOLF-Wert im Freiwasser wird über 25 Meter berechnet.

Wie genau ist die Herzfrequenzmessung am Handgelenk im Wasser?

Betrachte Herzfrequenzmessungen am Handgelenk beim Schwimmen als Schätzwerte, nicht als präzise Messungen. Wasser und Armbewegungen können optische Sensoren stören, sodass sie weniger genaue Werte liefern als an Land. Eine Uhr kann grobe Trends anzeigen, aber ihre Herzfrequenzwerte entsprechen möglicherweise nicht deiner tatsächlichen Anstrengung.

  • Der mittlere Messfehler der Garmin Venu Sq steigt von -1 bpm an Land auf -44 bpm im Wasser. Ihr 95-%-Konfidenzintervall, der Wertebereich, der mit den Ergebnissen vereinbar ist, wird breiter und reicht von -117 bis 30 bpm.
  • Der mittlere Messfehler der Polar Vantage V2 verschlechtert sich von -5 auf -14 bpm. Im Wasser liegt ihr MAPE (durchschnittlicher prozentualer Fehler) bei 17,17 %.
  • Im Vergleich mit einem Polar-H10-Brustgurt besteht zwischen den Messwerten am Handgelenk und der Herzfrequenz bei verschiedenen Schwimmbelastungen nur ein schwacher Zusammenhang. Beim Kraulen ist die Übereinstimmung schlecht.

Ein an der Schläfe befestigter optischer Sensor schneidet in Tests besser ab, aber Armbanduhren sind fürs allgemeine Tracking praktischer. Betrachte Herzfrequenzmessungen beim Schwimmen als Näherungswerte, nicht als medizinische Orientierung.

Hol dir bessere Herzfrequenzdaten beim Schwimmen

Für zuverlässige Herzfrequenzdaten im Schwimmbad solltest du einen Sensor wählen, der bei deinen Schwimmzügen nicht verrutscht. Ein optischer Sensor an der Schläfe wird durch Bewegungen weniger beeinträchtigt als eine Messung am Handgelenk. Ein Brustgurt misst die elektrischen Signale des Herzens und kann als Genauigkeitsmaßstab dienen, kann sich bei Wenden aber verschieben.

OptionStärkeEinschränkung
Optischer Sensor an der SchläfeSitzt stabil und ist bequemReagiert bei steigender Belastung möglicherweise verzögert
BrustgurtUnter Wasser genauKann sich verschieben oder unbequem sein
Optischer Sensor am HandgelenkPraktischWird stärker durch Bewegungen beeinträchtigt

In einem Vergleich lagen die Medianwerte beim Verity Sense bei 144 bpm und beim H10 bei 145 bpm. Bei 70 Prozent der Nutzer lagen die Abweichungen unter 6 bpm. Trag Sensoren an der Schläfe eng anliegend, schwimm möglichst gleichmäßig und achte in den App-Diagrammen auf plötzliche Einbrüche. Für intensive Intervalle solltest du einen Brustgurt wählen, fürs normale Training einen Sensor an der Schläfe. Betrachte die Werte als Schätzungen, nicht als medizinischen Rat, und vergleiche sie in den Pausen damit, wie anstrengend sich das Training für dich anfühlt.

Schütze deinen Schwimmtracker vor Salz und Hitze

Schütze deinen Schwimmtracker vor Salz und Hitze

Herzfrequenzmessungen sind nur dann hilfreich, wenn dein Tracker regelmäßiges Schwimmen übersteht. Spüle ihn nach dem Schwimmen im Pool oder im Salzwasser mit frischem Wasser ab, damit sich Chlor und Salz nicht festsetzen.

  • Spüle den Tracker und das Armband mit lauwarmem Wasser ab. Verwende nur dann einen seifenfreien Reiniger, wenn sie mit anderen verunreinigten Flüssigkeiten in Kontakt gekommen sind.
  • Trockne beides mit einem fusselfreien Tuch und wische die Ladekontakte ab, damit sich keine Mineralablagerungen bilden.
  • Lass das Gerät vollständig an der Luft trocknen, bevor du es auflädst, besonders im Bereich von Öffnungen.

Schütze den Tracker auch vor Hitze. Nimm ihn ab, bevor du in die Sauna, in heiße Quellen, Whirlpools oder Jacuzzis gehst, wo die Temperaturen über 40 °C liegen können. Vermeide plötzliche Wechsel zwischen heißem und kaltem Wasser und lass ihn niemals in einem geparkten Auto liegen, wo die Temperaturen über 60 °C steigen können. Bewahre ihn an einem kühlen, trockenen Ort auf und nicht in einem feuchten Badezimmer. Spüle und trockne ihn nach jedem Schwimmen ab und warte, bis er vollständig trocken ist, bevor du ihn auflädst.

Erkenne, wann die Wasserbeständigkeit deines Trackers nachlassen könnte

Chlor, Salz und Hitze durch Whirlpools oder Duschen können Beschichtungen und Dichtungen angreifen. Mit der Zeit schwächen Alterung und häufiges Schwimmen die Dichtungen und Klebstoffe. Achte auf Risse oder lockere Dichtungen und halte dich bei Inspektionen und beim Austausch an die Empfehlungen des Herstellers. Bei einigen Fitbit-Trackern, darunter dem Charge 5, wurden wiederholte Defekte nach etwa einem Jahr gemeldet. Die Wasserbeständigkeit kann mit der Zeit nachlassen, sodass Schäden oder Stöße den Schutz deines Trackers beeinträchtigen können.

Chlor und Schäden durch Salz

Chlor und Salz können die Dichtungen eines Trackers angreifen und seine Wasserbeständigkeit beeinträchtigen, selbst wenn er zum Schwimmen geeignet ist. Betrachte die Schutzklasse als Testergebnis, nicht als Garantie gegen Poolchemikalien oder Meerwasser. IP68-Tests werden in ruhigem Süßwasser durchgeführt, beim Schwimmen ist der Tracker jedoch Bewegung und Chemikalien ausgesetzt.

  • Chlor kann Gummidichtungen verhärten. Bei regelmäßiger Nutzung im Pool kann ihre Flexibilität innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nachlassen.
  • Salzkristalle können die Dichtungsflächen zerkratzen, wenn du Knöpfe drückst, besonders wenn Salzrückstände zurückbleiben.
  • Wiederholter Kontakt mit Chlor kann Klebstoffe schwächen. Salzwasser kann Beschichtungen und Ladekontakte beschädigen.

Spüle den Tracker nach jedem Schwimmen innerhalb von 15 Minuten mit Süßwasser ab und trockne ihn vollständig, bevor du ihn auflädst. So lassen sich Rückstände und Korrosion begrenzen, verschlissene Dichtungen werden dadurch jedoch nicht repariert. Die Wasserbeständigkeit kann mit der Zeit nachlassen, auch wenn keine sichtbaren Schäden vorhanden sind. Wenn du oft schwimmst, halte dich an die Pflegehinweise des Herstellers und lass die Dichtungen alle 18 bis 24 Monate austauschen. Salzkristalle in der Nähe der Ladeanschlüsse können Korrosion und Verbindungsprobleme verursachen. Trockne den Anschluss daher gründlich ab, bevor du den Tracker auflädst. Trockne den Ladeanschluss mit einem sauberen, fusselfreien Tuch ab, bevor du ein Ladegerät anschließt. Wie bei Neopren gilt: Spüle es möglichst bald ab, nachdem es Salz oder Poolchemikalien ausgesetzt war, damit sich weniger Rückstände ansammeln.

Risiken durch Hitzeeinwirkung

Wenn du Poolchemikalien abspülst, schützt das deinen Tracker. Hitze kann jedoch seine Dichtungen schwächen. Die meisten Modelle sind bis etwa 40 °C wasserbeständig. Heiße Duschen erreichen oft 42–50 °C, und Saunen können über 70 °C heiß werden. Ein Whirlpool kann sich der Grenze nähern. Garantien schließen Wasserschäden durch Hitze häufig aus.

Hitze kann Silikondichtungen weich machen und verformen sowie Klebstoffe schwächen. Durch wiederholtes Erhitzen und Abkühlen können die Gehäusenähte belastet werden. Schon eine einzige Hitzeeinwirkung kann die Wasserbeständigkeit beeinträchtigen, besonders bei einem älteren Gerät. Wenn du nach Hitzeeinwirkung Beschlag unter dem Display oder eine Feuchtigkeitswarnung bemerkst, solltest du den Tracker nicht mehr im Wasser verwenden. IP68-Schutzklassen beruhen auf vom Hersteller festgelegten Testbedingungen und garantieren keinen Schutz in jeder Alltagssituation.

Nimm den Tracker vor heißen Duschen, Saunabesuchen oder dem Besuch eines Whirlpools ab. Lass ihn nicht in einem heißen Auto liegen. Eine Wasserbeständigkeitsangabe garantiert keinen Schutz vor Hitze.

Lebensdauer und Austausch der Dichtung

Die Wasserfestigkeit eines Schwimmtrackers kann mit der Zeit nachlassen. Sieh die angegebene Schutzklasse als Richtwert, nicht als lebenslange Garantie. Hersteller legen ihre Dichtungen oft auf zwei bis drei Jahre bei mäßiger Nutzung aus, zum Beispiel bei zwei oder drei Schwimmeinheiten pro Woche. Chlor, Salz, Sonnenlicht und häufiges Drücken der Tasten können ihre Lebensdauer verkürzen.

  • TPE-Dichtungen können nach 18–24 Monaten Kontakt mit Poolchemikalien und UV-Licht Schaden nehmen.
  • Salzkristalle können die Dichtungen abnutzen, wenn sie immer wieder nass werden und trocknen. Sonnencreme kann manche Silikondichtungen angreifen.
  • Durch tägliches Drücken der Tasten können nach 10.000–15.000 Betätigungen winzige Spalten entstehen. Ein Sturz kann eine Dichtung sofort verschieben.

Ein trübes Display nach dem Schwimmen kann darauf hindeuten, dass Wasser in den Tracker eingedrungen ist, selbst wenn das Gehäuse unbeschädigt aussieht. Wenn du ein Problem mit der Dichtung vermutest, lass den Tracker einem Drucktest unterziehen und halte dich an die Austauschhinweise des Herstellers. Geh erst wieder mit ihm schwimmen, wenn er die Prüfung bestanden hat.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich meinen Schwimmtracker unter der Dusche tragen?

Mit einem Schwimmtracker zu duschen wird nicht empfohlen, auch wenn er wasserresistent ist. Heißes Wasser, Dampf, Seife und Shampoo können mit der Zeit seine Dichtungen und Schutzbeschichtungen beschädigen. Nimm den Tracker vor dem Duschen ab, damit seine Wasserresistenz erhalten bleibt und er länger hält.

Sollte ich meinen Tracker nach dem Schwimmen in einem gechlorten Pool abspülen?

Ja. Spüle deinen Tracker nach dem Schwimmen mit klarem Wasser ab, um Chlor zu entfernen, das die wasserabweisenden Dichtungen mit der Zeit angreifen kann. Verwende bei Bedarf ein seifenfreies Reinigungsmittel und trockne ihn mit einem weichen, fusselfreien Tuch ab, bevor du ihn wieder trägst.

Kann ich einen Schwimmtracker beim Schnorcheln oder Tauchen verwenden?

Ein Schwimmtracker mit einer Wasserdichtigkeit von mindestens 5 ATM kann beim Schnorcheln an der Oberfläche funktionieren, ist aber kein Ersatz für einen Tauchcomputer. Beim Tauchen brauchst du ein Gerät, das für die vorgesehene Tiefe ausgelegt ist und den Druck überwacht sowie Dekompressionsfunktionen bietet. Check vor dem Einsatz die Angaben des Herstellers und kontrolliere das Gerät.

Wie oft sollte ich meinen Schwimmtracker aufladen?

Die meisten Schwimmtracker müssen je nach Modell und Nutzung alle 5 bis 16 Tage aufgeladen werden. GPS, kontinuierliche Herzfrequenzmessung und Schwimmfunktionen können den Akku schneller leeren. Lade ihn auf, wenn der Akkustand unter 20 % fällt, damit du nicht unterbrochen wirst.

Kann ich das Armband an meinem Schwimmtracker austauschen?

Die meisten Armbänder von Schwimmtrackern lassen sich austauschen, je nachdem, wie sie befestigt sind. Wähl ein passendes, wasserfestes Armband, reinige die Verbindungsstellen und achte darauf, dass es sicher einrastet. Wenn du das Gerät öffnest, kann die Garantie erlöschen und die Wasserfestigkeit nachlassen.

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