Inhalt
  1. Auf einen Blick
  2. Vergleiche zuerst die Funktionen von Bergsteigeruhren
  3. Wie ein barometrischer Höhenmesser die Höhe erfasst
  4. Kalibriere deinen Höhenmesser vor dem Aufstieg
  5. Lies den Luftdruckverlauf, um Wetteränderungen zu erkennen
  6. Nutze Sturmwarnungen als Warnung, nicht als Vorhersage
  7. Navigiere mit dem digitalen Kompass deiner Uhr
  8. Kalibriere den Kompass um Metall herum
  9. Prüf Trekking-Logs, Peilungen und Sonnenaufgangs-Tools
  10. Prüfe die Wasserbeständigkeit und die Grenzen bei kaltem Wetter
  11. Vergleiche Akkulaufzeit und Solarladung
  12. Wähle ein Display, das du auf dem Trail gut lesen kannst
  13. Finde die passende Berguhr für deine Tour
  14. Häufig gestellte Fragen

Wähle fürs Bergsteigen eine Uhr mit Höhenmesser, Barometer und Drei-Achsen-Kompass.

Der barometrische Höhenmesser erfasst die Höhe gleichmäßiger als GPS allein, doch Wetteränderungen können die Messwerte beeinflussen. Kalibriere ihn auf einer bekannten Höhe und überprüfe ihn auf längeren Touren erneut.

Mehrere Satellitensysteme, Offline-Karten und eine Funktion zur Rücknavigation können dir in Tälern oder bei schlechter Sicht die Orientierung erleichtern.

Betrachte Sturmwarnungen als Hinweise, nicht als Vorhersagen.

Vergleiche die Wasserdichtigkeit und die Akkulaufzeit im Expeditionsmodus, damit sie zu deiner Route passen.

Der folgende Ratgeber behandelt weitere Faktoren, die du berücksichtigen solltest.

Auf einen Blick

  • Wähle eine ABC-Uhr mit barometrischem Höhenmesser, Barometer und dreiachsigem Kompass für zuverlässige Navigation in anspruchsvollem Gelände.
  • Ein barometrischer Höhenmesser erfasst die Höhe präziser als GPS allein, aber wetterbedingte Luftdruckänderungen können die Messwerte beeinflussen.
  • Kalibriere den Höhenmesser vor deinem Aufstieg auf einer bekannten Höhe. Lass den Sensor sich stabilisieren und kalibriere ihn bei längeren Touren regelmäßig neu.
  • Beobachte die Luftdrucktrends auf gleichbleibender Höhe. Ein rascher Abfall kann auf eine Wetterverschlechterung hindeuten, aber Sturmwarnungen sind keine Wettervorhersagen.
  • Achte bei ausgesetzten Routen auf ein robustes Glas, mindestens 10 ATM Wasserdichtigkeit, mehrere Satellitennavigationssysteme, Offline-Karten und eine lange Akkulaufzeit.

Vergleiche zuerst die Funktionen von Bergsteigeruhren

Vergleiche zuerst die Funktionen von Bergsteigeruhren

Bevor du Bergsteigeruhren vergleichst, solltest du überlegen, wie gut ihre Sensoren, Navigation, Wetterwarnungen, Robustheit und Akkulaufzeit zu deinen Touren passen. Bei einer Bergsteigeruhr liefert ein barometrischer Höhenmesser in anspruchsvollem Gelände oft zuverlässigere Höhenangaben als GPS allein. In Tälern, Wäldern und Schluchten kann die GPS-Genauigkeit nachlassen. Die automatische Kalibrierung kombiniert GPS- und Luftdruckdaten, während du bei der manuellen Kalibrierung eine bekannte Höhe oder den Luftdruck auf Meereshöhe benötigst. Kalibriere die Uhr bei schnellen Wetteränderungen alle zwei bis drei Stunden neu. FusedAlti™ kombiniert GPS- und barometrische Messwerte für genauere Höhenangaben.

Navigationsfunktionen sind genauso wichtig. Multi-GNSS nutzt mehrere Satellitensysteme und verbessert so die Positionsbestimmung in tiefen Tälern. Mit Offline-Topografiekarten kannst du Routen ohne Smartphone planen. Ein Dreiachsenkompass funktioniert auch bei geneigter Uhr, und Breadcrumb- oder Trackback-Funktionen können dir bei schlechter Sicht helfen. Für ausgesetzte Routen solltest du auf Sturmwarnungen, robustes Glas und eine Wasserdichtigkeit von mindestens 10 ATM achten. Bei längeren Touren solltest du die Akkulaufzeit im GPS- und Expeditionsmodus vergleichen. Solaraufladung kann die Akkulaufzeit verlängern, ohne dass du die Uhr aufladen musst. Wähle je nach Gelände und Tourlänge eine Höhenmesser-Uhr oder eine ABC-Uhr (Uhr mit Höhenmesser, Barometer und Kompass).

Wie ein barometrischer Höhenmesser die Höhe erfasst

Ein barometrischer Höhenmesser schätzt die Höhe anhand des Luftdrucks. Bei stabilem Wetter kann er Anstiege präziser erfassen als GPS allein. In einer Outdoor-Uhr misst ein digitaler Drucksensor den Luftdruck, und ein Algorithmus berechnet daraus anhand eines Meeresspiegeldrucks und standardisierter atmosphärischer Bedingungen die Höhe. Eine Druckänderung von etwa 1 hPa entspricht ungefähr 8 Metern Höhenunterschied. Temperaturkorrekturen können die Genauigkeit verbessern, doch wechselndes Wetter kann die Messwerte weiterhin beeinflussen.

  • Relative Höhenänderungen sind in der Regel zuverlässiger als absolute Höhenangaben.
  • Bei richtiger Kalibrierung können die Messwerte auf etwa 2–20 Meter genau sein.
  • Die GPS-Höhe kann auf ±20–30 Meter genau sein, aber GPS erfasst kumulierte Anstiege möglicherweise weniger präzise.
  • Automatische Einstellungen können Druckänderungen durch das Wetter mit Höhenänderungen verwechseln, oder umgekehrt.

Eine GPS-Uhr bietet einen nützlichen Vergleich, aber die barometrische Höhenmessung funktioniert am besten bei stabilem Wetter. Wähle ein Gerät, das beide Methoden bietet, und interpretiere druckbasierte Messwerte bei wechselnden Bedingungen mit Vorsicht. Viele Outdoor-Uhren bieten ein Höhenmesserprofil, das Druckänderungen als Höhenänderungen interpretiert. Die GPS-Höhe ist unabhängig vom Luftdruck und wird daher nicht von wetterbedingten Druckänderungen beeinflusst.

Kalibriere deinen Höhenmesser vor dem Aufstieg

Kalibriere deine Uhr auf einer bekannten Höhe, bevor du dich bei der Navigation auf sie verlässt. Verwende dafür ein Schild am Ausgangspunkt, eine Inschrift an einer Hütte, einen Gipfelmarker oder eine topografische Karte als Referenz. Gib die Höhe ein, damit der Höhenmesser einen genauen Wert anzeigen kann.

Wenn deine Uhr Temperaturschwankungen ausgleicht, lass ihren Sensor vor der Kalibrierung 10 bis 15 Minuten lang stabilisieren. Unter stabilen Bedingungen kann ein kalibrierter Höhenmesser auf 10 bis 20 Meter genau sein. Änderungen des Luftdrucks können zu größeren Abweichungen führen. Vergleiche die Werte daher mit markanten Punkten auf der Karte und kalibriere bei Bedarf neu. Deine Uhr berechnet die relative Höhe anhand des vom Sensor gemessenen Luftdrucks. Deshalb können sich Druckänderungen auf den angezeigten Wert auswirken. Der Luftdruck nimmt mit der Höhe ab. Deshalb musst du den Höhenmesser auf eine bekannte Höhe kalibrieren.

Bei längeren Touren solltest du jeden Morgen und alle 12 bis 24 Stunden neu kalibrieren. Notiere die Uhrzeit und die Referenzhöhe in deinem Tourenprotokoll. Überprüfe den Wert, bevor du Entscheidungen triffst, bei denen es auf die Höhe ankommt.

Lies den Luftdruckverlauf, um Wetteränderungen zu erkennen

Lies den Luftdruckverlauf, um Wetteränderungen zu erkennen

Sobald dein Höhenmesser kalibriert ist, helfen dir Luftdrucktrends dabei, Wetteränderungen zu erkennen. Die Richtung und Geschwindigkeit der Veränderung sind wichtiger als ein einzelner Messwert. Ein allmählicher Rückgang über 12 Stunden ist weniger bedenklich als ein starker Abfall innerhalb von zwei oder drei Stunden, der auf einen herannahenden Sturm oder eine Kaltfront hindeuten kann.

Luftdrucktrends sagen mehr aus als ein einzelner Messwert: Ein starker Abfall kann auf einen herannahenden Sturm oder eine Kaltfront hindeuten.

  • Notiere den aktuellen Luftdruck und halte fest, ob er steigt oder fällt und wie schnell sich das ändert.
  • Vergleiche Messwerte auf derselben Höhe oder nimm die passende Höhenkorrektur vor. Beim Aufstieg sinkt der Luftdruck auch dann, wenn sich das Wetter nicht ändert.
  • Verfolge die Luftdruckänderungen, während du auf gleichbleibender Höhe bleibst, etwa in einer Hütte oder auf einem Campingplatz.
  • Nutze das Diagramm der Uhr, um frühere Messwerte anzusehen. Diese werden oft alle zwei Stunden und bis zu 72 Stunden lang aufgezeichnet.

Bei bekannter Höhe deutet eine höhere angezeigte Höhe darauf hin, dass der Luftdruck gefallen ist; eine niedrigere zeigt einen Anstieg an. Kleine Schwankungen sind nicht aussagekräftig, achte daher auf den allgemeinen Trend. Wenn du Luftdrucktrends mit anderen Wetterzeichen kombinierst, kannst du die Lage zuverlässiger einschätzen. Die Uhr misst auch in anderen Modi weiterhin alle zwei Minuten, sodass dir häufige Aktualisierungen helfen können, die Luftdrucktrends zu verfolgen.

Nutze Sturmwarnungen als Warnung, nicht als Vorhersage

Wenn das Barometer deiner Uhr einen starken Druckabfall erkennt, kann dich eine Sturmwarnung dazu veranlassen, deine Route zu ändern oder Schutz zu suchen. Die meisten Warnungen werden ausgelöst, wenn der Luftdruck innerhalb von drei Stunden um mindestens 4 hPa fällt. Sie basieren auf lokalen Messwerten, nicht auf regionalen Wettervorhersagen. Betrachte die Warnung als Hinweis, nicht als Vorhersage, wann oder wo ein Sturm aufzieht. Ein Druckabfall von 4 hPa oder mehr innerhalb von drei Stunden löst eine automatische Sturmwarnung aus.

Die Funktion ist nur im Barometermodus verfügbar. Überprüfe deshalb vor dem Aufbruch das Profil deiner Uhr und kalibriere sie auf deine aktuelle Höhe. Bei COROS- und Suunto-Modellen musst du die Warnung in den Barometereinstellungen aktivieren. Einige Alarme wiederholen sich alle fünf Minuten, bis du sie bestätigst. Auf unterstützten Suunto-Displays blinkt möglicherweise 20 Sekunden lang ein Warnsymbol. Da die Warnung Wind und Luftfeuchtigkeit nicht berücksichtigt, solltest du die Bedingungen neu einschätzen und Schutz suchen, wenn der Luftdruck stark fällt.

Eine Sturmwarnung kann auf fallenden Luftdruck hindeuten. Mit dem digitalen Kompass kannst du deine Richtung prüfen und wichtige Orte markieren. Auf der Apple Watch Series 5 oder neuer, der SE und der Ultra zeigt die Kompass-App deine Peilung, Koordinaten und Höhe an. Ihre vier Ansichten umfassen einen großen Richtungspfeil und eine 3D-ähnliche Darstellung der Höhen von Wegpunkten. Drehe die Digital Crown, um zwischen den Ansichten zu wechseln, und tippe dann, um deine Peilung, Steigung, Höhe und Koordinaten anzuzeigen. Die Peilung erscheint in der Mitte des Kompassbildschirms, die Höhe unten (Peilung und Höhe).

  • Sichere eine Peilung für später.
  • Zeige eigene und automatisch erstellte Wegpunkte an, zum Beispiel den Standort deines geparkten Autos oder einen kürzlich erfassten Notfallort.
  • Wähle in den Einstellungen den geografischen oder magnetischen Norden und ein Koordinatenformat wie DMS, MGRS/USNG oder UTM aus.
  • Lege einen Hinweis für eine bestimmte Höhe fest.

Kompassmessungen können um etwa fünf Grad abweichen. Wegpunkte, die mehr als 80 Kilometer entfernt sind, werden nicht auf der Skala angezeigt. Verwende den Kompass als Orientierungshilfe und nicht als einziges Navigationsmittel. Damit die Messungen zuverlässiger sind, nimm magnetische Armbänder ab, bevor du dich auf eine wichtige Navigation verlässt.

Kalibriere den Kompass um Metall herum

Kalibriere den Kompass um Metal Gear herum

Metall kann den Kompass deiner Uhr stören. Kalibriere ihn deshalb draußen, bevor du dich auf seine Messwerte verlässt. Das Magnetometer des Kompasses misst das Magnetfeld der Erde, aber Metall, Elektronik oder magnetische Schnallen in der Nähe können die Messwerte verfälschen. Die Abweichung kann 40 bis 90 Grad betragen. Kalibriere den Kompass neu, nachdem du die Batterie gewechselt, ihn einem starken Magneten ausgesetzt oder eine lange Strecke zurückgelegt hast.

Such dir einen offenen Bereich, der mindestens 20 Meter von Fahrzeugen und großen Metallstrukturen entfernt ist. Halte dich von Gebäuden, Stromleitungen, kabellosen Ladegeräten, Handys, Radios und Taschenlampen fern. Öffne auf einer Galaxy Watch die Kompass-App, wische nach oben, tippe auf Kalibrieren und drehe die Uhr wie aufgefordert. Verwende kein magnetisches D-Buckle-Sportarmband. Aktiviere auf Huawei-Uhren den Kalibrierungsmodus oder neige dein Handgelenk in verschiedene Richtungen. Entferne magnetische Armbänder, die die Uhr überlappen. Halte dich beim Kalibrieren von magnetischen Gegenständen fern: Von magnetischen Gegenständen fernhalten. Kalibriere den Kompass im Freien und fern von Gegenständen, die Magnetfelder beeinflussen können.

Kalibriere den Kompass neu, wenn die Messwerte festzuhängen scheinen oder unbeständig sind. Kalibriere ihn immer fern von Metall, bevor du dich auf den Weg machst.

Prüf Trekking-Logs, Peilungen und Sonnenaufgangs-Tools

Sobald der Kompass kalibriert ist, prüfe, wie deine Uhr Wanderungen aufzeichnet und Routennavigation anzeigt. Die MW Trek 500 speichert eine Tour, die MW Trek 900 bis zu zehn. Beide erfassen die Aufstiegs- und Abstiegszeit, zeichnen die maximale Höhe auf und behalten den gesamten Höhengewinn auch nach dem Löschen einer Tour. Du kannst die Daten während oder nach einer Tour ansehen.

Die MW Trek 500 speichert eine Tour, die MW Trek 900 zehn; beide erfassen Aufstieg, Abstieg und Höhengewinn.

  • Starte die Aufzeichnung im Höhenmessermenü, um Höhengewinn und -verlust zu erfassen.
  • Die MW Trek 900 verwendet einen Magnetsensor. Kalibriere ihn neu, indem du die Uhr in einer Acht bewegst und anschließend drei Sekunden lang dein Handgelenk bewegst.
  • Halte Metallgegenstände vom Sensor fern, damit sie die Kompassmessungen nicht beeinträchtigen.
  • Die Suunto Traverse zeigt den Sonnenaufgang im Höhenmessermodus, den Sonnenuntergang neben der Höhenanzeige und die Position der Sonne im Barometermodus an.

Ein 12-Stunden-Höhendiagramm und die Aufzeichnung von Referenzpunkten liefern weitere Informationen. Wähle eine Uhr danach aus, wie viele Touren du speichern möchtest. Der Kompass der MW900 muss regelmäßig kalibriert werden, damit er genaue Messwerte liefert. Höhenmessungen kannst du korrigieren, indem du eine bekannte Referenzhöhe eingibst. Kalibriere die Höhenreferenz an einem bekannten Punkt, zum Beispiel an einem Punkt, der auf einer topografischen Karte eingezeichnet ist.

Prüfe die Wasserbeständigkeit und die Grenzen bei kaltem Wetter

Überprüfe die Wasserdichtigkeit der Uhr. Eine Angabe von 10 ATM eignet sich zum Schwimmen und für Flussdurchquerungen, aber nicht unbedingt zum Tauchen. Informiere dich über den Betriebstemperaturbereich, besonders wenn du im Winter oder in großen Höhen unterwegs bist, denn Kälte kann die Batterie entladen oder das Display beschlagen lassen. An diesen Grenzwerten erkennst du, ob die Uhr dem Eintauchen und eisigen Bedingungen standhält. Die Uhr hält Temperaturen bis zu -10 °C stand. Ihre Wasserdichtigkeit bis 100 m macht sie zum Schwimmen und Surfen geeignet, aber nicht zum Tauchen.

Wasserbeständigkeitsklasse

Bergtouren können Regen, Flussdurchquerungen und starke Temperaturschwankungen mit sich bringen. Wähle die Wasserdichtigkeit deiner Uhr passend zur voraussichtlichen Belastung aus, die angegebene Tiefe ist keine Garantie.

  • 3 ATM (30 m): Hält Spritzwasser stand, beim Untertauchen kann jedoch Wasser eindringen.
  • 5 ATM (50 m): Geeignet für Regen, Flussdurchquerungen und Schwimmen an der Oberfläche, nicht zum Schnorcheln oder Tauchen.
  • 10 ATM (100 m): Geeignet zum Schnorcheln und für Wassersport, aber nicht zum Gerätetauchen. Für die ISO-6425-Zertifizierung müssen Taucheruhren weitere Anforderungen erfüllen.
  • IP-Schutzarten: Hier gelten andere Prüfverfahren. IPX7 deckt das Eintauchen in einen Meter Wassertiefe für 30 Minuten ab; die Tiefe bei IP68 hängt vom Hersteller ab. IP-Schutzarten lassen sich nicht direkt in ATM umrechnen.

ATM-Angaben beruhen auf Druckmessungen in ruhigem Wasser unter Laborbedingungen. Bewegung, abgenutzte Dichtungen und Temperaturschwankungen können die Wasserdichtigkeit beeinträchtigen. Spüle deine Uhr nach dem Kontakt mit Salzwasser ab, lass die Dichtungen warten und halte dich an die Herstellerangaben. Überprüfe vor der Tour die Batteriewarnanzeige des Halsbands, damit es einsatzbereit ist.

Betriebsgrenzen bei kaltem Wetter

Wasserbeständigkeit ist bei nassem Wetter hilfreich, aber Kälte kann die Sensoren und das Display einer Uhr beeinträchtigen. Prüfe vor der Wahl eines Modells für Wintertouren, bis zu welchen Temperaturen es betrieben werden kann. Diese Pro Trek ist für den Betrieb bis -10 °C ausgelegt, und ihr LCD bleibt auch unter dem Gefrierpunkt reaktionsfähig. Sie ist außerdem gegen Beschlagen im Inneren bei Schneestürmen geschützt, während die Funksynchronisierung der Uhrzeit bis zur niedrigsten zulässigen Temperatur funktioniert.

Das Thermometer misst Temperaturen von -10 °C bis 60 °C. Außerhalb dieses Bereichs sind keine Messwerte verfügbar. Temperaturschwankungen können die Höhengenauigkeit beeinflussen, da die Uhr die Höhe anhand des Luftdrucks berechnet. Wetterbedingte Luftdruckänderungen können am selben Ort zu unterschiedlichen Höhenmesswerten führen. Eine Neukalibrierung auf einer bekannten Höhe kann helfen. Die Höhenunterschiedsmessung reicht von -3.000 bis +3.000 m. Änderungen des Luftdrucks können am selben Ort zu unterschiedlichen Höhenmesswerten führen.

Solarenergie ermöglicht den Betrieb im gesamten angegebenen Temperaturbereich, aber bei extremer Kälte kann das Aufladen weniger effizient sein. Damit die Messwerte zuverlässig sind, lass die Uhr sich an die Bedingungen anpassen und kalibriere sie vor einer Bergtour. Prüfe vor dem Kauf in der Bedienungsanleitung die zulässige Betriebstemperatur.

Schutz bei Flussüberquerungen

Wähle für eine Flussdurchquerung eine Uhr, die für das Eintauchen ins Wasser geeignet ist, nicht nur für Regen. Eine Wasserdichtigkeit von 5 ATM entspricht dem statischen Druck in Labortests; fließendes Wasser kann deutlich mehr Kraft ausüben. 10 ATM bieten eine vernünftigere Sicherheitsreserve. Die ISO 22810 legt Prüfbedingungen für die Wasserdichtigkeit fest, und eine verschraubte Krone kann helfen, Wasser vom Gehäuse fernzuhalten.

  • Prüfe vor dem Aufbruch die Wasserdichtigkeit und die Bauweise der Krone.
  • Bediene die physischen Tasten mit nassen Händen oder Handschuhen, aber drücke sie nicht unter Wasser.
  • Wähle ein Silikonarmband: Es bleibt bei Kälte flexibel und trocknet schnell.
  • Spüle Mineralrückstände aus dem Fluss ab und lass die Uhr anschließend 24 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur trocknen.

Kälte kann die Batteriekapazität verringern und LCD-Anzeigen verlangsamen. Lithiumzellen mit einer Zulassung bis -40 °C können für Ausrüstung geeignet sein, die bei extremer Kälte verwendet wird. Wenn die Uhr häufig Wasser ausgesetzt ist, lass ihre Wasserdichtigkeit alle 12 bis 24 Monate überprüfen. Lass die Uhr trocknen und sich aufwärmen, bevor du dich auf ihre Sensoren verlässt. Die Wetterbedingungen können sich rasch ändern; deshalb helfen Echtzeit-Updates dabei, dass die Crew ihre Pläne an die sich entwickelnden Gefahren anpassen kann.

Vergleiche Akkulaufzeit und Solarladung

Vergleiche Akkulaufzeit und Solarladung

Beim Bergsteigen hängt die Akkulaufzeit davon ab, ob du eine präzise GPS-Aufzeichnung oder eine zuverlässige Alltagsuhr brauchst. Die Suunto Vertical Solar bietet bei maximaler GPS-Genauigkeit in der Solar- und Titanversion eine Laufzeit von bis zu 85 Stunden; das Edelstahlmodell hält bis zu 60 Stunden durch. Im Alltag reicht der Akku ohne Solaraufladung 60 Tage und bei ausreichend Sonnenlicht bis zu 365 Tage. Ihr Dualband-GNSS verbindet sich mit allen fünf großen Satellitensystemen und ermöglicht so eine zuverlässige Positionsbestimmung über fünf Systeme hinweg.

GerätGPS-AufzeichnungAlltag oder Energiesparmodus
Suunto Vertical SolarBis zu 85 Stunden bei maximaler Genauigkeit60 Tage; mit Solaraufladung bis zu 365 Tage
Garmin eTrex SolarIm GPS-Modus bis zu 200 StundenIm Expeditionsmodus bis zu 1.800 Stunden
Garmin Instinct Solar3–4 Wandertage20 Tage; mit Sonnenlicht bis zu 54 Tage

Solaraufladung braucht starkes, direktes Sonnenlicht. Garmin gibt für eine unbegrenzte Laufzeit des eTrex eine Beleuchtungsstärke von 75.000 Lux an. Unter 0 °C wird der Ladevorgang gestoppt. Entscheide dich für Suunto, wenn dir eine präzise GPS-Aufzeichnung wichtig ist, oder für Garmin, wenn du lange Touren planst und Energiesparmodi nutzen möchtest. Im Winter reicht das Sonnenlicht möglicherweise nicht für eine zuverlässige Solaraufladung aus.

Wähle ein Display, das du auf dem Trail gut lesen kannst

Nachdem du die Akkulaufzeit verglichen hast, überleg, ob du das Display auf einem sonnigen Bergrücken oder bei Kälte auf einen Blick ablesen kannst. MIP-Displays reflektieren das Tageslicht, bleiben auch ohne Hintergrundbeleuchtung lesbar und funktionieren bei Temperaturen bis zu -20 °C. AMOLED-Displays bieten sattere Kartenfarben und schärfere Details, brauchen bei direkter alpiner Sonneneinstrahlung aber mehr als 1.500 Nits Helligkeit. Bei extremer Kälte können schwache Bildschatten zurückbleiben.

  • Für Karten solltest du ein Display wählen, das mindestens 1,3 Zoll breit ist und eine Auflösung von 300 Pixeln pro Zoll (PPI) hat. Mindestens 240 vertikale Pixel helfen dabei, Höhenprofile darzustellen.
  • Prüfe, ob du die Werte aus 30–40 cm Entfernung ohne Brille lesen kannst.
  • Touch-Bedienung kann bei Regen oder mit Handschuhen unzuverlässig sein. Physische Tasten sind zuverlässiger.
  • Always-on-AMOLED kann die GPS-Laufzeit von 65 auf 50 Stunden verkürzen. Das Display sollte sich innerhalb einer halben Sekunde einschalten, wenn du dein Handgelenk hebst.

Wähle MIP, wenn dir zuverlässige, gut lesbare Trail-Daten wichtig sind. Wähle AMOLED für farbenfrohe Karten, wenn die Einschränkungen zu deinen Bedingungen passen.

Finde die passende Berguhr für deine Tour

Die richtige Bergsportuhr hängt davon ab, wie lange du unterwegs bist und ob du Offline-Karten brauchst. Für eine Tageswanderung auf vertrauten Wegen reicht vielleicht eine einfache GPS-Uhr.

Für abgelegene Routen bietet die Suunto Vertical Offline-Topografiekarten mit Höhenlinien, Wegen, Wasserquellen und Orientierungspunkten. Plane Routen und Points of Interest in der Begleit-App und folge dann auch ohne Mobilfunkempfang den Abbiegehinweisen. Trackback- und Breadcrumb-Funktionen können dir bei schlechter Sicht helfen, ersetzen aber keine sorgfältige Routenplanung.

Für längere Touren solltest du die GPS-Akkulaufzeit vergleichen. Die Suunto 9 Peak Titanium hält bei höchster Genauigkeit bis zu 25 Stunden durch, im Energiesparmodus bis zu 170 Stunden. Im Tour-Modus kann sie bis zu sieben Tage lang aufzeichnen. Die Vertical Solar hält bei höchster Genauigkeit bis zu 85 Stunden durch. Wähle Offline-Karten für unbekanntes Gelände und eine längere Akkulaufzeit für ausgedehnte Expeditionen.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Bergsteigeruhr ein dediziertes GPS-Gerät ersetzen?

Eine Bergsteigeruhr kann bei der normalen Navigation ein separates GPS-Gerät ersetzen, wenn dieselbe Route darauf gespeichert ist, die Sensoren kalibriert sind und geeignete Karten vorhanden sind. Ein separates GPS-Gerät kann bei schlechter Sicht trotzdem nützlich sein, besonders in Kombination mit einem Kompass.

Wie oft solltest du eine Berguhr warten lassen?

Überprüfe deine Berguhr vor jeder Tour. Bei technischer Nutzung solltest du sie alle 24 Monate warten lassen. Kalibriere die Sensoren bei Bedarf, lass die Wasserdichtigkeit alle 18 Monate testen und wechsle die Batterie alle 24 bis 36 Monate aus.

Kann ich meine Uhr beim Schlafen in großer Höhe tragen?

Ja. Du kannst beim Schlafen in großer Höhe eine Uhr tragen. Sauerstoff- und Herzfrequenzmessungen können dir dabei helfen, zu verfolgen, wie sich dein Körper an die Höhe gewöhnt. Kälte, Akkulaufzeit und Einschränkungen der Sensoren können die Genauigkeit jedoch beeinträchtigen.

Wie reinige ich meine Uhr nach einer schlammigen Wanderung?

Spül die Uhr nach einer schlammigen Wanderung 30–60 Sekunden lang unter lauwarmem, fließendem Wasser ab. Entferne den Schmutz aus den Ritzen mit einer weichen Bürste und tupf die Uhr anschließend mit einem Mikrofasertuch trocken.

Sind Bergsteigeruhren für den Alltag geeignet?

Bergsteigeruhren eignen sich auch gut für den Alltag. Dank ihrer robusten Bauweise halten sie den täglichen Stößen stand, und eine Wasserdichtigkeit von 10 ATM ist zum Schwimmen geeignet. Je nach Modell kann die Batterie mehrere Tage halten. Die klobigen Gehäuse, das funktionale Design und die eingeschränkten Smart-Funktionen sind vielleicht nicht für jeden etwas.

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